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«Dazwischen»: Ein Netzwerk für besseren Journalismus im Agrar-Umwelt-Konflikt

 

Landwirtschaft und Umweltschutz stehen im Zentrum grosser Zukunftsfragen – und reden in der öffentlichen Debatte doch oft aneinander vorbei. Das Projekt «Dazwischen» will AgrarjournalistInnen helfen, bessere Kontakte zu finden und konstruktiver über Lösungen zu berichten.

 

Die einen sprechen über Klimakrise, Artensterben, Nitrat, Pestizide und Transformation. Die anderen erleben wirtschaftlichen Druck, Bürokratie, Wetterrisiken und das Gefühl, in der Öffentlichkeit vor allem als Problem dargestellt zu werden.

Für Agrarjournalistinnen und -journalisten ist dieses Konfliktfeld Alltag. Wer darüber berichtet, kennt die Schwierigkeit: Die Debatten sind laut, die Rollen oft festgelegt, die immer gleichen Stimmen schnell erreichbar – und echte Lösungen schwerer zu finden als die nächste Empörung.

 

Hier setzt das Projekt «Dazwischen» an. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Universität Hohenheim will JournalistInnen unterstützen, die über Landwirtschaft, Umwelt, Klima, Biodiversität und ländliche Räume berichten. Nicht mit PR, nicht mit fertigen Botschaften, sondern mit Recherchehilfe, Kontakten und fachlichem Austausch.

Geplant sind drei Angebote:

 

Die «Dazwischen»-Community ist ein geschützter Raum für JournalistInnen und journalistisch arbeitende Kommunikatoren. Hier geht es um Austausch über Themen, Konfliktlinien, Recherchen, Begriffe, Quellen und Perspektiven – besonders zwischen Agrar- und Umweltjournalismus.

 

Monatliche Themendossiers liefern Arbeitsmaterial für Recherchen: Konfliktlinien, zentrale Akteure, Lösungsansätze, Beispiele aus Praxis und Forschung sowie mögliche Ansprechpartner. Themen können etwa Agroforst, Moorschutz, Agri-PV, Biodiversität oder Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz sein.

 

Der Kontaktmakler ist eine öffentlich zugängliche Expertendatenbank. Sie soll helfen, schneller geeignete Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner aus Wissenschaft, Praxis, Beratung und Projekten zu finden – auch jenseits der üblichen Stimmen.

«Dazwischen» will den Agrar-Umwelt-Konflikt nicht wegmoderieren. Dafür ist er zu real. Aber es kann helfen, genauer zu recherchieren, bessere Kontakte zu finden und konstruktiver über Lösungen zu berichten.

AgrarjournalistInnen und Kommunikatoren sollte sich das Projekt anschauen – und sich anmelden.

 

 

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